Drei Module, alle beworben mit 5 V und 5 A. Exakte 5,00 V erwarte ich nicht, 4,7 V täten es auch – mich interessierte nur, ob stimmt, was in der Artikelbeschreibung steht. Zwei sind UBECs, also reine Abwärtswandler, das dritte ein Buck-Boost-Wandler.

Das Prüfverfahren

Jedes Modul bekam 5,5 V, 6,6 V, 7,4 V, 11,1 V und 26 V vorgesetzt, belastet mit 1 A, 2 A, 3 A und – wo das ging – 5 A. Die 6,6 V sind kein Zufall: Da ist ein 2S-LiPo leer. Als bestanden zähle ich alles ab 4,7 V am Modulausgang; in Litze und Steckern stecken noch einmal 0,1 bis 0,2 Ω.

Modul 1 – Hobbywing UBEC

Hobbywing UBEC im silbernen Blechgehäuse mit angelöteten
              Leitungen und einem grünen Ferritringkern im Ausgangskabel
„5V/6V 3A … MAX 5A“, Blechgehäuse mit Ferritringkern.
Geöffneter Hobbywing UBEC: grüne Platine mit der Aufschrift
              HW212V1.2, einem SOIC-8 mit der Beschriftung MP1593DN, zwei
              Schottky-Dioden SS34, einer Drossel mit Aufdruck 150 und einem
              blauen Jumper auf einer Stiftleiste
Geöffnet: MP1593DN, zwei SS34, 15-µH-Drossel, Jumper für 5 V/6 V.
Aus der Artikelbeschreibung Gemessen
Eingang 5,5 V–26 V (2–6S) Nein. Bei 5,5 V kommen selbst mit nur 1 A Last bloß 3,77 V heraus. Sauber wird er erst ab 7,4 V.
Dauerausgangsstrom 3 A Nur ab 11 V. Darunter fällt die Spannung bei 3 A auf 2,5 bis 3,6 V und das Modul schaltet nach wenigen Sekunden thermisch ab.
„MAX 5A“ Nein. Wenn schon 3 A nicht dauerhaft gehen, habe ich 5 A gar nicht erst versucht.
Last 5,5 V 6,6 V 7,4 V 11,1 V 26 V
1 A 3,77 V 4,80 V 5,12 V 5,12 V 5,12 V
2 A 3,05 V 4,10 V 4,80 V 4,93 V 4,93 V
3 A 2,50 V * 3,20 V * 3,60 V * 4,75 V 4,75 V

* hält nur Sekunden, dann Abschaltung wegen Übertemperatur

Ungeprüft: Abschirmung, „niedrigstes RF-Rauschen“, Welligkeit unter 50 mVpp bei 2 A und 12 V. Bei den Maßen widerspricht sich der Verkäufer: 51 × 16,6 × 8,5 mm laut Beschreibung, 43 × 17 × 7 mm auf der AliExpress-Seite.

Ab 7,4 V Eingang und bis etwa 2 A ist das ein ordentlicher Regler. Warum nicht mehr, steht auf dem Chip: Ein MP1593DN von Monolithic Power Systems liefert laut Datenblatt 3 A und verträgt 4,75 bis 28 V am Eingang. Er bringt außerdem eine Übertemperaturabschaltung mit – genau die, die bei 3 A nach Sekunden zuschlägt. „MAX 5A“ steht also auf dem Gehäuse, aber in keinem Datenblatt.

Modul 2 – UBEC-Platine 5 A

Kleine blaue Platine im durchsichtigen Schrumpfschlauch, zwei
              Elkos, Schaltregler-IC mit der Aufschrift LM2596S und
              Speicherdrossel mit Aufkleber UBEC 5A
Aufkleber „UBEC 5A“, auf dem IC: LM2596S.
Aus der Artikelbeschreibung Gemessen
Eingang 5,5 V–35 V (2–8S) Nein. Bei 5,5 V und 1 A sind es 4,07 V.
Dauerstrom 5 A, kurzzeitig 6 A Nein. Bei 5 A läuft das Modul an keiner einzigen Eingangsspannung überhaupt an.
Ausgang 5,25 V ± 0,5 V Nein. Bestwert über alle Messungen: 4,93 V. Bei 3 A bleiben selbst an 26 V nur 4,44 V.
Last 5,5 V 6,6 V 7,4 V 11,1 V 26 V
1 A 4,07 V 4,65 V 4,74 V 4,93 V
2 A 3,50 V 4,61 V 4,70 V 4,80 V
3 A 2,80 V 3,88 V 4,07 V 4,34 V 4,44 V
5 A

✕ kein Ausgang, das Modul läuft gar nicht erst an · – nicht gemessen

Ungeprüft: Abschirmung und „niedrigstes HF-Rauschen“, eine Zahl zur Welligkeit fehlt. Angegeben sind 43 × 21 × 1 mm – nachgemessen trägt das Modul 10 mm auf.

Der Aufdruck auf dem IC erklärt das Ganze: Ein LM2596S ist laut Datenblatt ein 3-A-Schaltregler. Auf dem Aufkleber daneben steht „UBEC 5A“.

Modul 3 – Buck-Boost-Modul

Blaue Platine mit geschirmter Speicherdrossel, blankem QFN-Chip
              ohne Beschriftung, zwei Elkos und Lötpads für IN plus, IN minus,
              OUT plus, OUT minus und EN
Buck-Boost mit Enable-Eingang. Steuerchip abgelasert, Rückseite: CR-3050B.
Aus der Artikelbeschreibung Gemessen
Eingang 3,6 V–32 V Teilweise. Ab 6,6 V tadellos, aber bei 3,6 V läuft unter Last gar nichts.
5 V Ausgang Ja. 5,09 V bei 1 A, 4,98 V bei 2 A, 4,87 V bei 3 A – über den ganzen Eingangsbereich.
bis 5 A Fast. Ab 7,4 V Eingang schafft er die 5 A, mit 4,62 V aber knapp unter meiner Grenze.
Last 5,5 V 6,6 V 7,4 V 11,1 V 26 V
1 A 5,09 V 5,09 V 5,09 V 5,09 V
2 A 2,10 V * 4,98 V 4,98 V 4,98 V
3 A 4,86 V 4,87 V 4,87 V
5 A 4,63 V 4,62 V 4,62 V

* hält nur Sekunden, dann Abschaltung wegen Übertemperatur · ✕ kein Ausgang, das Modul läuft gar nicht erst an · – nicht gemessen

Ungeprüft: „geringe Welligkeit“ (ohne Zahl), Kurzschluss- und Übertemperaturschutz, TVS-Diode, −40 bis +125 °C. Maße nennt der Verkäufer keine – nachgemessen 31 × 22 × 7 mm.

Die Beschreibung schränkt selbst ein: Die 5 A gelten im Boost-Betrieb für den Eingangsstrom, nicht für den Ausgang. Genau am unteren Ende wird es eng – bei 5,5 V bricht das Modul schon unter 2 A nach Sekunden ein.

Fazit

Modul 3 hält im Wesentlichen, was draufsteht, und ist als einziges bei 5 A überhaupt zu gebrauchen. Wer aus 2S oder 3S ordentlich Strom bei 5 V braucht, nimmt den.

Modul 1 taugt ab 7,4 V für kleine Lasten; die 5 A auf dem Aufkleber sind Fiktion. Ich behalte es trotzdem – wegen Blechgehäuse und Ferritringkern, was neben einem Empfänger mehr wert sein kann als das letzte halbe Volt.

Modul 2 verfehlt jede seiner drei Kernangaben und kommt nicht zum Einsatz.


Die drei Module bei AliExpress, ohne Affiliate-Kram und ohne Empfehlung – nur damit nachvollziehbar ist, was gemessen wurde: Modul 1 · Modul 2 · Modul 3