Sonoff RF Bridge: 17,3 cm Draht, doppelte Reichweite
Vorsicht, Strom kann töten. Arbeiten an elektrischen Geräten und Anlagen gehören in die Hände von Elektrofachkräften. Hier dokumentiere ich eigene Versuche, keine Anleitung – Nachbau auf eigene Gefahr. Ausführlicher Haftungshinweis
Die Sonoff RF Bridge setzt 433-MHz-Funksignale ins WLAN um – mit ihren winzigen Spiralantennen aber nur über kurze Strecken. Also runter damit und durch zwei gestreckte Drähte ersetzt.
Zwei Antennen, weil Sender und Empfänger getrennte Bausteine sind – billiger als ein kombinierter Chip mit Antennenumschalter. Gesendet und empfangen wird trotzdem abwechselnd auf derselben Frequenz, also Simplex. Duplex hieße gleichzeitig senden und empfangen.
Nur ein Experiment. Die Bridge funkt im ISM-Band, und dort gelten strenge Regeln: höchstens 10 mW Strahlungsleistung, nur zugelassene Geräte mit Originalantenne. Mit dem Umbau ist beides dahin – daran ändert auch eine Amateurfunklizenz nichts.
Warum 17,3 cm
Ein Viertel der Wellenlänge bei 433,92 MHz:
λ = 300 000 km/s / 433,92 MHz ≈ 69,1 cm
λ/4 ≈ 17,3 cm
Ein Draht mit λ/4 ist ein einfacher, aber brauchbarer Monopol – deutlich besser als die aufgewickelte Spirale, die vor allem klein sein soll.
Ergebnis
Im Test kamen Signale doppelt so weit wie mit den Originalantennen.
Im Einsatz mit Tasmota
Auf der Bridge läuft Tasmota statt der Sonoff-Firmware. Damit schalte ich meine 433-MHz-Geräte per Knopf im Browser – Funksteckdosen gingen genauso, bei mir sind es Rollläden, Markisen und das Garagentor.