StegoComm – verschlüsselte Nachrichten als harmloses Geplauder
StegoComm verschlüsselt eine Nachricht mit AES-256-GCM und verpackt den
Chiffretext anschließend in unauffällige Alltagssätze. Übertragen wird nur
Text aus Buchstaben und Leerzeichen – das übersteht jede Funk- oder
Chat-Strecke. Die Datei cover_studio.html macht das komplett im Browser,
ohne Installation und ohne Server.
So geht es: HTML-Datei herunterladen und doppelklicken. Nachricht eintippen, Schlüssel eingeben – beide Seiten denselben –, Sprache und Kanal wählen, Copy all. Die Gegenseite fügt den Text unten bei Receive & decrypt ein und klickt Decrypt. Ob es funktioniert, zeigt Test with my own cover: Der Knopf dekodiert den eben erzeugten Text, ganz ohne zweiten Rechner.
Der Schlüssel ist standardmäßig maskiert, 🎲 Random würfelt 25 Zeichen ohne
Verwechsler wie l/1 und o/0, und das Schloss friert das Feld ein.
Gespeichert wird nichts – Tab zu, Schlüssel weg.
Für JS8Call gibt es einen Großbuchstaben-Modus, und wer keine Tarnung braucht, schaltet auf Numbers oder Base32 um: dieselbe Verschlüsselung, aber vier- bis sechsmal kürzer.
Rechtlicher Hinweis: Im Amateurfunk ist verschlüsselter oder verschleierter Funkverkehr nicht zulässig – der Inhalt einer Aussendung muss offen und für jeden nachvollziehbar sein. In Deutschland untersagt die Amateurfunkverordnung das Verschleiern von Aussendungen ausdrücklich. Andere Länder regeln das jeweils selbst, deshalb vorher die eigenen Bestimmungen prüfen. Auf den Amateurfunkbändern gehört StegoComm damit nicht aufs Band; für Chat, Mail oder andere Wege gilt die Einschränkung nicht.
Ein Proof of Concept, kein auditiertes Sicherheitswerkzeug.