YonderRC – Fernsteuern über IP
Eine normale RC-Fernsteuerung endet dort, wo ihre Reichweite endet. YonderRC ersetzt sie durch IP: Video, Steuerung und Konfiguration laufen über WLAN oder LTE, bedient wird im Browser – am PC oder am Handy. Ein Raspberry Pi im Fahrzeug macht daraus die Servosignale.
Dazu kommt das, was eine Fernsteuerung ausmacht: 16 Kanäle mit Trim, Expo, Endpunkten und Kennlinien, Modellvorlagen für Auto, Boot, Flugzeug und Drohne, Armen mit Halte-Knopf, Failsafe je Fahrzeugtyp und Telemetrie im Bild. Alles läuft auch komplett simuliert, ganz ohne Hardware.
Was man mindestens braucht
| Teil | Womit |
|---|---|
| Rechner | Raspberry Pi 4 oder Pi Zero 2 W – beide haben den H.264-Encoder fürs Video. Der Pi 5 hat ihn nicht. |
| Karte | microSD 32 GB mit Raspberry Pi OS Lite |
| Servosignale | PCA9685, 16 Kanal über I²C, auf Adresse 0x41 gelegt |
| Strom | UBEC 5 V / 3 A aus dem Fahrakku |
Das war es. Kamera und Stromsensor machen den Aufbau erst rund, nötig sind sie nicht – ohne sie meldet sich die Simulation. Wer über die Sichtweite hinaus will, steckt zusätzlich einen USB-LTE-Stick an; ein Huawei E3372h-320 tut es. Am Ende eines Nachmittags im echten Netz standen 110 ms Steuer- und 128 ms Video-Latenz.
Installation mit einem Befehl
Auf dem frisch bespielten Pi:
curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/TechnikWeber/YonderRC/main/provisioning/bootstrap.sh | bash
Das holt das Projekt nach /opt/yonderrc und richtet den Dienst ein. Danach
http://<pi-ip>:8080/setup öffnen und Detect hardware drücken: Der Pi geht
den I²C-Bus ab, liest das Kennregister jedes Chips und trägt die Adressen selbst
in die Formulare ein. Auch die Treibermodule installiert diese Seite – kein SSH
nötig. Findet der Pi kein WLAN, macht er seinen eigenen Hotspot auf und schickt
das Handy per Captive Portal direkt auf die Seite.
Code, Teileliste und Verkabelung: github.com/TechnikWeber/YonderRC