ntfy – Push-Nachrichten vom Server aufs Handy
Ein Backup ist schiefgegangen, ein Dienst abgestürzt, die Festplatte fast voll – und niemand merkt es. ntfy (gesprochen „notify”) schickt so etwas direkt aufs Handy. Eine Zeile im Script genügt.
Warum ntfy
- Kein Konto, keine Anmeldung. App installieren, Thema abonnieren, fertig.
- Ein einziger
curl-Befehl zum Senden – funktioniert aus jedem Script, jedem Cronjob, von jedem Gerät im Netz. - Kostenlos und Open Source. Der öffentliche Server
ntfy.shreicht für zu Hause; wer will, betreibt einen eigenen. - Kein Umweg über E-Mail-Server oder Telegram-Bots.
Einrichten
1. App installieren – ntfy gibt es für Android (Google Play, F-Droid) und iOS, alternativ im Browser unter ntfy.sh/app.
2. Thema ausdenken und abonnieren. Das Thema (Topic) ist nichts weiter
als ein Name. In der App auf + tippen und ihn eintragen, z.B.
mein-server-x7k2q9.
3. Nachricht schicken:
curl -d "Backup fertig" ntfy.sh/mein-server-x7k2q9
Sekunden später klingelt das Handy. Mit Titel, Priorität und Emoji:
curl -H "Title: Backup fehlgeschlagen" \
-H "Priority: high" \
-H "Tags: warning" \
-d "Bitte /var/log/backup.log prüfen" \
ntfy.sh/mein-server-x7k2q9
Prioritäten gehen von min bis urgent – urgent klingelt auch dann
eindringlich, wenn das Handy stumm ist.
Wichtig: Der Name ist das Passwort
Auf ntfy.sh kann jeder ein Thema lesen und hineinschreiben, der den Namen
kennt. Also nie backup oder minecraft nehmen, sondern einen zufälligen
Anhang wie oben. Keine Passwörter oder persönlichen Daten verschicken.
Mehr Schutz bietet ein eigener ntfy-Server mit Benutzern und Access-Tokens – er passt als kleiner Container auf den Proxmox-Kasten.
Im Einsatz
Der Minecraft-Server meldet über ntfy Updates, Abstürze und fehlgeschlagene Backups – und schweigt, solange alles läuft.
Doku: docs.ntfy.sh